Aktuelles

29.12.16 Silvesterschwimmen in Konstanz

Anzug, Socken und Handschuhe aus Neopren - unabdingbare Utensilien, um in dieser Jahreszeit bei einer Wassertemperatur von unter 6° im Bodensee zu schwimmen. Aber dennoch ist diese Veranstaltung nichts für Warmduscher. "200 Teilnehmner" verkündete dieses Jahr der Veranstalter, die Rettungstaucher der DLRG Konstanz, "seien dieses Jahr mit dabei". Jeder mit einer brennenden Fackel in der Hand stiegen die zum Teil verkleideten Teilnehmer in die kalten Fluten. Dieses Jahr wohl erstmalig mit ein paar Minuten Verspätung - der dichte Straßenverkehr hatte verhindert, dass die Busse mit den Teilnehmern rechtzeitig am Startpunkt am Konzil ankamen. Für die Höhlenrettung waren dieses Jahr insgesamt 9 Mitglieder und Freunde am Start - leider noch weit entfernt von der mitgliederstärksten Gruppe von 30 Teilnehmern, der DLRG Schwarzwald Baar die auch dieses Jahr wieder den Pokel mit nach Hause nehmen durfte. Dafür hatten wir das schönste Feuerwerk ;-), wie immer von Bernd und Ewald fachmännisch vorbereitet und auf unserem Floß installiert.

Michael Huber

 

Bilder: M. Huber

 

25.09.16 Höhlenrettungs-Challenge

Am 25. September 2016 fand die letzte Veranstaltung der Höhlenrettung vor der Fledermausschutzzeit statt. Erstmalig wurde in diesem Jahr eine Höhlenrettungs-Challenge veranstaltet.
Der genaue Übungsort war den Teilnehmern im Vorfeld nicht bekannt. Am Sonntag um 9.00 Uhr erfolgte die Alarmierung für alle Teilnehmer. Erst bei der Rückmeldung wurde der genaue Standort der Challenge mitgeteilt. Treffpunkt war die Burgruine bei der Gustav-Jakob-Höhle in Grabenstetten. In der Burgruine befand sich dann auch die Einsatzleitung. Wie bei einem realen Einsatz wurden, beim zeitlich versetzten Eintreffen der Teilnehmer, dann 2er und 3er Teams gebildet. Die Teams mussten im Anschluss unterschiedliche Aufgaben wie z.B. Kameradenrettung, Kommunikation, EST, Suche nach vermissten Höhlengehern, Objektsuche mittels GPS, etc. bewältigen.
Bei den unterschiedlichen Aufgaben konnten die über die vergangenen Jahre erworbenen Kenntnisse angewendet werden. Bei dieser Gelegenheit konnte sicherlich jeder für sich selbst erkennen, wo seine eigenen Stärken und Schwächen liegen. Trotz der Ernsthaftigkeit der Übungen kam der Spaßfaktor jedoch nicht zu kurz. Nach Auswertung der Ergebnisse stand das Team Schwäbischer Wald, mit Katharina Bitzer und Marcel Staufer, als Sieger der Höhlenrettungs-Challenge 2016 fest.
Im Anschluss wurde noch der Grill angeworfen und man konnte den Tag gemütlich ausklingen lassen, bevor sich alle wieder auf die teilweise doch sehr weite Heimfahrt machten.
Die Höhlenrettungs-Challenge war von Albi sehr gut geplant, vorbereitet und durchgeführt worden. Vielen Dank dafür an Albi und sein Team.
Alle Teilnehmer waren sich darüber einig, dass dies eine tolle und sinnvolle Veranstaltung war, die wir im kommenden Jahr wiederholen sollten.

Jürgen Staufer

 

Bilder: J. Staufer

 

02-04.09.16 Clubausfahrt franz. Jura

Unsere diesjährige Vereinsausfahrt führte uns zu den Nachbarn nach Frankreich.

Nach der mehr oder weniger langen Anfahrt durch den Feierabendverkehr zwischen Mühlhausen und Besançon ging es dann nach Nans-Sous-Sainte-Anne. Das Verneau-System mit seinen verschiedenen Einstiegen ist schon beeindruckend. Schon am Freitagabend konnten sich einige von seiner Größe in den Bann ziehen lassen.
Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es dann am Samstag los, Ziel ist die Grotte Baudin, eine Nebenhöhle des Verneausystems. Durch einen kleinen Teil des Klettersteiges, vorbei an einer toten Gämse ging es alsbald in einen kleinen Einstieg. Dort durften wir uns dann gefühlte Ewigkeiten, größtenteils auf dem Bauch kriechend, durch den etwas engen Zustieg ins Verneaussystem quälen. Auch viel tiefer im Berg wurde der Gang kaum größer – auch in Frankreich gibt es lehmerfüllte Höhlen mit endlosen Kriechstrecken. Glücklicher Weise wurde alles immer wieder durch Hallen aufgelockert, in denen man auch mal aufrechtstehend eine Pause einlegen konnte.
Einige Teilnehmer der Gruppe sind bis zum eigentlichen Verneausystem hinuntergestiegen und haben dort dem Gangverlauf mit dem Höhlenbach bei Niedrigwasser folgen können. Von niedrigen und verlehmten Gängen war hier nichts mehr zu sehen. Ein hoher Gang mit schroffen Felsen und dem Höhlenbach ergaben nun ein ganz anderes Bild.
Der stetig vorhandene Höhlenwind wurde gegen Nachmittag stärker. Ein Zeichen für den bevorstehenden Wetterumschwung.
Samstag am Spätnachmittag war dann eine Grobreinigung angesagt. Schließlich wollten wir nicht mit den verschmutzten Schlazen und der Ausrüstung am anderen Tag wieder die nächste Tour starten.
Nach dem Abendessen ging es dann nochmals Richtung Verneausystem. Wir hatten den ganzen Tag Fahrzeuge der SpeleoSecure gesehen. Mit einem spontanen Besuch überraschten wir die Kollegen bei einer Nachtübung. Sichtlich erfreut über den Besuch der „Deutschen“ tauschten wir, so gut es mit unseren Dolmetschern ging, Erfahrungen und Fragen aus. Auch die Mitglieder der SpeleoSecure sind Vereinsmitglieder, die ehrenamtlich der Rettung Verunglückter nachgehen. An diesem Wochenende übte die Sektion Jura die Rettung eines Verunfallten aus dem Verneausystem.
Am anderen Morgen ging es dann Richtung Norden. Nach einer knappen Stunde Fahrt hielten wir in der Nähe von Besançon um die kleine aber feine Gouffre de Ordons zu befahren. Ein, für französische Verhältnisse, kleine Höhle, aber mit einem unbeschreiblich reichen Schatz an verschiedensten Versinterungen. Gerade rechtzeitig vor dem einsetzenden Regen konnten wir nach viel zu kurzer Zeit wieder an die Oberfläche zurückkehren und die Heimreise antreten. Ein schönes und intensives Wochenende geht zu Ende.

Wir werden bestimmt wieder dorthin fahren!

Axel Bystrzinski

 

Bilder: Bystrzinski, Halm, Huber, Hugger u. Schlierer

 

23.07.16 Schulsanitätstag

Höhlenforscher gehen in Höhlen. Somit auch Höhlenretter. Normalerweise. Eigentlich. Wenn es aber an dem Ort, an dem die Höhlenretter im Einsatz sind, keine Höhle gibt, ist in der Regel irgendetwas schiefgelaufen. Aber eben nur in der Regel, denn dieses Jahr, am 23.07.2016 findet auf der Insel Reichenau in und um die Sporthalle der Walahfrid Strabo Schule immerhin schon der 12. Schulsanitätstag statt. Auch die Höhlenrettung ist bei dieser einmal im Jahr stattfindenden Veranstaltung fast von Beginn an zu Gange und das Programm kommt bei den Schülern - auch ohne Höhle - recht gut an. Naja, zumindest fast ohne. Ein großer Spaß ist es nämlich für alle Höhlenretter, die die meisten schon am Vortag angereist sind, mit den vorhandenen Mitteln den bestmöglichen Höhlenersatz zu erstellen. Hierbei kommen alle denkbaren sowie undenkbaren Materialien, die eben eine Turnhalle so zu bieten hat, zum Einsatz und es stellt sich heraus, dass Schlufe (Engstellen) wohl doch beliebter sind, als manchmal angenommen.
Die Höhlenretter zeigen volles Engagement beim Bau der Höhle
Nachdem die Höhle, aus einem einzigen langen und sich windenden Schluf bestehend, fertigverkarstet ist, muss sie durch sämtliche Konstrukteure
ausführlich auf ihre Befahrbarkeit getestet und alle unschlufbaren Schlufe zurechtgemeißelt werden.
Alle Schlufe werden intensiv auf ihre Befahrbarkeit getestet
Parallel wird außerhalb zur Demonstration eine Seilbahn zum Tragentransport installiert sowie die entsprechende Trage bereitgelegt. Nachdem also der Patiententransport sichergestellt ist, nehmen alle Höhlenretter, ganz nach Höhlenforschermanier, in der bereits eingetretenen Dunkelheit ein obligatorisches Bad im Bodensee. Bald kehrt Nachtruhe ein und die Höhlenretter verziehen sich ins Turnhallenbiwak. Am nächsten Morgen wird uns durch die Organisatoren ein Frühstück bereitgestellt und dankbar angenommen. Im Anschluss treffen auch schon bald die ersten Schülergruppen ein. Zur Belohnung von deren Engagement als Schulsanitäter findet jedes Jahr der Schulsanitätstag statt und fester Bestandteil sind außer der Höhlenrettung die Feuerwehr, das THW, die DLRG und das DRK. Jede Organisation führt durch ein Programm, bei dem die Schüler gruppenweise über unterschiedliche Themen informiert werden und selbst Hand anlegen dürfen. Bei der Höhlenrettung werden die o.g. Themenbereiche inzwischen noch durch Stationen zur Kommunikation über das Heulruftelefon, zur Knotenkunde sowie einen Videoraum mit Filmen zu den Einsatzgebieten der Höhlenrettung ergänzt.
In allen Gebieten ist das Interesse der Schüler riesig und wo es nur geht, wird fleißig mitgemacht. Die Indoorhöhle wird von vielen gleich mehrfach durchkrochen, in der Trage werden Schüler unter, über und um Hindernisse getragen, über das Heulruftelefon wird zwischen zwei Gruppen kommuniziert und die unterschiedlichsten Knoten werden ausgetauscht.
Alle Stationen werden mit großer Motivation betrieben. Genauso groß ist auch der Andrang.
Die Zeit vergeht und bald gibt es schon eine Mittagspause mit Spaghetti und Hackfleischsoße zu Essen, ebenfalls von den Veranstaltern organisiert. Vielen Dank an dieser Stelle! Daraufhin wird an allen Stationen nochmal kräftig angepackt und der Tag, an dem insgesamt 13 Höhlenretter im Einsatz sind, neigt sich schließlich dem Ende zu. Nachdem auch der letzte Schulsanitäter die Höhle vor der Alarmzeit wieder verlassen kann, wird diese schließlich in ihre Einzelteile zerlegt und bis hoffentlich zum nächsten Schulsanitätstag im Geräteraum verstaut.
Es war eine tolle Veranstaltung, danke!
Das gut gelaunte Höhlenrettungsteam

Text: Katharina Bitzer
Bilder: Jettmar, Staufer

 

20.02.16 Erste Hilfe Kurs

Wie üblich trafen wir uns in der Fledermausschutzzeit zu einem Erste Hilfe Kurs, um unser Wissen in punkto Erste Hilfe aufzufrischen. 19 Teilnehmer freuten sich auf einen lehrreichen Tag unter Leitung von Martin Junginger in den Räumen der Berufsfeuerwehr Reutlingen.
Zunächst teilten wir uns in 2-3er Gruppen auf und bekamen die Aufgabe eine bestimmte Notfallsituation und die korrekten Hilfsmaßnahmen darzustellen (u.a. Unterkühlung, Unterleibsbeschwerden, Herz-Kreislauf-Probleme, Kopfverletzungen und Nasenbluten).
Kurzweilig ging es in Kleingruppen weiter. Wir beschäftigten uns u.a. mit Maßnahmen beim Auffinden einer Person, Überprüfung der Vitalfunktionen, mit Lagerung und Transport von Verletzten, Herz-Lungen-Wiederbelebung, Anlegen von Schienen, Versorgung/ Vorbereitung für den Tragentransport aus der Höhle und der Depotausstattung.
Wir frischten auf, wie wir den Arzt in der Höhle entlasten und unterstützen können, übten Wundversorgung, usw.. Die nötige Theorie unterbrochen von den vielen Praxiseinheiten durfte natürlich auch nicht fehlen. Auch das Thema Tauchunfälle sowie das Cushing-Syndrom wurden diskutiert.
Für das bessere Anatomie-Verständnis hatte Martin ein Ultraschallgerät mitgebracht. Wer wollte durfte an einem Dummy-Arm einen Zugang legen, einen Lungenfunktionstest durchführen, Blutzucker messen, u.v.m. .
Zur besseren Einschätzung der Gefahr von CO2-Vergiftungen in Höhlen konnten wir einen interessanten Selbstversuch durchführen. Wir durften CO2 einatmen und die Auswirkungen auf den Körper am eigenen Leib erfahren. Um Nebenwirkungen zu minimieren gab es für jeden direkt im Anschluss Sauerstoff.
Ein Rettungssanitäter des DRK besuchte uns mit einem Rettungswagen und wir konnten das Verladen eines Patienten üben und bekamen eine Einführung in die technische und medizinische Ausstattung. Es gab dank Martin wieder viele interessante Dinge zu sehen und zu erleben und der Tag verging wie im Flug.
Anschließend stärkten wir uns noch bei einem gemeinsamen Abendessen.

Silke Brumme

 

Bilder: Bystrzinski, Huber

 

24.01.16 Tauchertreffen

Die Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. veranstaltet regelmäßig Ausbildung und Trainingseinheiten. Dazu gehört auch, dass sich die Taucher unter den Kameraden zum gemeinsamen Training im Wasser treffen. Hier haben die Teilnehmer die Möglichkeit Ihre Kenntnis unter Beweis zu stellen und Erfahrungen auszutauschen.
Damit auch diejenigen von uns die Möglichkeit haben zum Höhlentaucher in der Höhlenrettung ausgebildet zu werden treffen wir uns normalerweise Anfang des Jahres um im Freigewässer die Ausbildung und die Konfiguration der Ausrüstung auf Herz und Nieren zu testen.
So trafen sich insgesamt 8 Taucher um bei kalter Witterung einen gemütlichen Tauchgang am Bodensee durchzuführen. Anschließend gab es beim Mittagessen die Möglichkeit über das Erlebte zu sprechen und Manöverkritik zu üben.
Auch wenn einige von den Angemeldeten wegen Grippe das Treffen absagen mussten, so konnten doch viele wieder einmal neue Gesichter kennenlernen und schon als verschollen Geglaubte wieder einmal an der Runde teilnehmen.

Axel Bystrzinski

 

Bilder: Eckle, Lemanczyk