Aktuelles

29.12.2013 Silvesterschwimmen in Konstanz

Auch in diesem Jahr nahmen ein paar Mitglieder der Höhlenrettung am Konstanzer Silvesterschwimmen Teil. Begleitet von Fackellicht und Feuerwerk konnten sich alle austoben und schließlich den Abend bei einem gemütlichen Zusammensein genießen.

Axel Bystrzinski

 

Bilder: M. Huber

 

28.09.2013 Engstellentraining im Elsachbröller

Samstagvormittag gegen halb elf: ein paar Unersättliche haben sich eingefunden, um im Elsachbröller in der berüchtigten Stelle, dem Angstschluf, zu üben.
Ziel war es einen in einer Trage eingepackten Kameraden durch diese Engstelle zu transportieren.
Nachdem der Einstieg überwunden war, ging es durch die Eingangshalle gleich hinab zum Einstieg des Angstschlufs. Unglücklicher Weise verdrehte sich ein Teilnehmer an dieser Stelle derart unglücklich, dass sein Hexenschuss voll zur Geltung kam. Nur unter erheblichen Schmerzen konnte er den Bereich wieder verlassen.
Obwohl wir ihm unsere Hilfe und Betreuung anboten, bestand er darauf, dass wir unser Training weiterführen sollen. Er machte sich danach auf den Weg nach draussen, während wir weiter in Richtung Engstelle krochen.
Der Angstschluf ist eine horizontal verlaufende Spalte, die sich langsam zum Ende hin immer weiter verengt. Nachdem einige horizontale und vertikale Biegungen überwunden werden müssen, kommt am Ende ein Bereich, der sich auf ca. 25cm Höhe verengt. Hier ist für viele Schluss, entweder weil sie sich nicht mehr weiter trauen, oder weil sie auf Grund ihres Brustvolumens einfach nicht mehr weiterkommen. Auch für einige von uns war hier (leider) Schluss.
Mit abgenommenem Helm, den Kopf nicht mehr drehbar, zwängte sich der Rest dann weiter durch die letzten Meter. Danach öffnete sich der Gangverlauf wieder ein bisschen. Die paar Glücklichen konnten dann den Bereich des Elsachbröllers bis ans Gotische Törle erkunden.
Wieder zurück am Eingang konnten wir uns bei einem Gespräch mit einer kleinen Biologiegruppe erholen, bevor das kräftig verschmutzte Material und die Schlaze geputz wurden.
Fazit unseres Trainings war es, dass wir bei einem unserer nächsten Übungen mit Hilfe eines Peilgerätes das Ende des Angsschlufes einpeilen sollten. Einen Kameraden mit leichter Verletzung werden wir dort wohl noch herausholen können, eine Person mit Wirbelsäulenverletzung werden wir auf Grund des Höhlenverlaufes dort sicherlich nicht retten können. Als Alternative würde hier wohl nur eine Abteufung in Frage kommen.
Wie immer rundete ein gemütlicher Abschluss in einer nahe gelegenen Ortschaft das Training ab.
 

Axel Bystrzinski

 

Bilder: R. Konopac, M. Groß, D. Geil, M. Huber

 

20. – 22.09.2013 Nationale Rettungsübung in Samerberg – Grainbach

Am Freitagabend um 20:20 meldet sich unsere Mannschaft bei der Einsatzleitung in der Rettungswache der Bergwacht Rosenheim/Samerberg. Nur wenige Gruppen sind bereits eingetroffen, denn die Alarmierung konnte nicht so schnell erfolgen wie geplant. Wir kommen aber dennoch noch nicht zum Einsatz und dürfen uns nach Studium des Höhlenplans und Gesprächen zum Ablauf erst mal hinlegen zum Schlafen. Die Feldbetten sind nicht unbequem und es ist nicht kalt im großen Mannschaftszelt aber es dauert trotzdem eine Weile, bis uns die Augen zufallen.

Kurz nach 5:00 werden wir geweckt und dann heißt es, schnell etwas frühstücken, Ausrüstung zusammenpacken und in die zwei wartenden Geländewagen einsteigen. Unser Team besteht aus: Rafael Grimm, der zum Gruppenleiter gewählt wird; Paul Branescu, Daniel Geil, Pierre de Abreu, Tobias Boettcher und Graham Nash. Verstärkung bekommen wir von Renate und Stefan, zwei geübten und tüchtigen Mitgliedern der Tiroler Höhlenrettung.

Das Zelt für die obere Einsatzleitung befindet sich einen etwa zehnminütigen, steilen Fußmarsch vom trichterförmigen Eingang der Großen Spielberghöhle entfernt, der 1314 m über Normalnull liegt. Hier beginnt unser Einsatz. Wir haben den Auftrag bekommen, den in einer Schwarzertrage eingebundenen Verletzten von den Münchner und Salzburger Kollegen zu übernehmen, den sie vom tiefsten Punkt der Höhle, der ca. 170 m unterm Eingang liegt, bis zur Oberkante des Großen Schachtes befördert haben. Es liegen aber auch fünf weitere Personen in der Höhle, die von anderen Mannschaften gerettet werden müssen.

Die Übergabe erfolgt reibungslos, die Kameraden, die die ganze Nacht im Einsatz waren, sind sichtlich froh, von uns abgelöst zu werden. Der Patient, der schon viele Stunden fest eingebunden in der Trage lag, freut sich noch mehr, seinen Ersatzmann begrüßen zu dürfen. Bei dieser Übung soll auch vermieden werden, dass die „Opfer“ spielenden Kameraden es zu lange in ihrer hilflosen Lage ausharren müssen. Wer einen Transport über mehrere Stunden in einer auch so bequemen Rettungstrage mitgemacht hat, wird diese Entscheidung der Einsatzleitung gut verstehen. Es geht schließlich auch darum, urinieren und möglicherweise den Darm entleeren zu dürfen, selbstverständliche Tätigkeiten, die ein echter Verletzter nicht ohne Weiteres fertigbringt. Längeres, hilfloses Liegen geht auch auf die Psyche und jedes Opfer, ob gespielt oder echt, fragt sich, in wie fern er Vertrauen zu den Kameraden haben kann, den er ausgeliefert ist. Umso wichtiger ist es dann, dass jedes Mitglied der Rettungsmannschaft Zuversicht ausstrahlt und keine Zweifel aufkommen lässt, auch dann nicht, wenn im Ernstfall die Aussichten alles andere als rosig sind.

Es liegt nun an uns, den neuen Patienten über mehrere Schachtstufen und durch schlammige Gänge zum Fuß des 14-Meterschachts zu transportieren, wo dann auch wir abgelöst werden sollen.

Die Hitachi Hammerbohrmaschine von Stefan, oft in Daniels Händen, kommt mehrere Male zum Einsatz, um das Sicherungsseil oberhalb jeder, manchmal 5 m hohen Stufe, zu verankern. Bei den ganz steilen muss dann auch ein zweites Seil angebracht werden, damit die Tragemannschaft auch einen zuverlässigen Halt findet, denn das verlehmte Gestein ist oft rutschig und gute Griffe oder feste Tritte sind nicht überall vorhanden. Rafael meldet sich immer wieder über das Heulruftelefon und berichtet unseren Fortschritt der Einsatzleitung.

Als wir den Fuß des 14-Meterschachts erreichen und feststellen, dass unsere Ablösung nicht da ist, entscheiden wir uns für dessen Ausbau. Das gehört zwar nicht zu unserer Aufgabe, aber wir haben keine Lust, in triefender Nässe herumzustehen und zu frieren, bis – wer weiß wann – die anderen Kameraden den Tragentransport übernehmen.

Der Bohrhammer kracht, reges Schaffen am Schachtkopf, dafür Abkühlung für diejenigen, die beim Patienten geblieben sind, um seine Betreuung fortzusetzen. Eine in der Trage eingebundene Person darf niemals alleingelassen werden. Außerdem müssen diese Kameraden dafür sorgen, dass die nach ihrer Verankerung herabgelassenen Zug- und Sicherungsseile korrekt mit der Trage verbunden werden. Beim Hochziehen muss auch einer die Trage begleiten. Er muss sie um Hindernisse steuern und dafür sorgen, dass der Vertikaltransport möglichst sanft vonstattengeht. Auch hier ist es wichtig, dass der Patient nicht alleingelassen wird und wenn nötig beruhigende Worte zu hören bekommt.

Am Kopf des 14-Meterschachts angekommen, wird der Patient ausgebunden. Hier endet sein Einsatz und ein neuer Kamerad tritt an seine Stelle. Allerdings in der Trage Marke Petzl Nest, die für die bevorstehende Engstelle als geeigneter gehalten wird. In wie fern das klappt, erfahren wir nicht, denn unsere Ablösung ist nun eingetroffen und wir dürfen nach neun Stunde harter Arbeit die Höhle verlassen. Freilich erst, nachdem wir die sperrige Schwarzertrage durch die Engstelle – den sogenannten Briefkasten – geschafft haben.

Es ist noch hell als wir die Oberfläche erreichen. Nachdem wir uns den dreckigen Höhlenklamotten entledigt haben, geht es mit den Bergwachtfahrzeugen wieder zurück zur Rettungswache.

Duschen wäre angesagt, denn wir sind alles andere als sauber, aber die wenigen Duschen scheinen ständig belegt zu sein und der Ruf nach einer heißen Mahlzeit ist größer. Geschnetzeltes mit Spätzle! Da lacht das Schwaben Herz!

Um ca. 20:00 bekommen wir den Bericht der Einsatzleitung zu hören. Freilich, ein paar Pannen hatte es schon gegeben, aber im Großen und Ganzen war die Übung ein toller Erfolg. Bei der Berichterstattung der einzelnen Teilnehmer bekommt unser Team dickes Lob vom Trageninsassen, der sich in unserer Obhut sehr wohl befunden hatte.

Die Reden gehen zu Ende und zur allgemeinen Freude erscheinen die Kisten Bier, die uns während des Einsatzes vorenthalten wurden. Der Abend klingt mit Gesprächen unter den Beteiligten – ob alten Bekannten oder neu angefreundeten – harmonisch aus.

Graham Nash

 

 
Bild: P. de Abreu

 

06. - 08.09.2013 Unser 1. HöreJugend-Camp

An Freitagmittag liegt über der Wiese neben unserem HöReJugend Stützpunkt in Blaustein bei den örtlichen Pfadfindern noch der ruhig Zauber einer Waldwiese. Doch schon wenige Stunden später ist der Platz erfüllt von 20 Kindern und Betreuern. Zelte werden gemeinsam aufgestellt und ein Feuer für das abendliche Grillen entfacht. Unsere noch kleine Jugendgruppe der Höhlenrettung hat viel Besuch von Kindern aus ganz Blaustein, die im Rahmen des Kinder-Ferienprogramms ein Höhlenwochenende verbringen wollen.
Das auch der Spaß an Natur und der Gemeinsamkeit nicht zu kurz gekommen ist, dafür sorgten Nina, Domi und Axel.
Neben Nachtwanderung, gemeinsamen Kochen, Singen und Spielen drehte sich alles um Höhlen, Sicherheit und Befahrungstechniken. Was beachte ich, wenn ich in eine Höhle gehe? Was nehme ich mit? Wem sage ich Bescheid?
Aber auch die Praxis sollte nicht zu kurz kommen. In einem 5 Meter tiefen Höhlenschacht konnte jeder das Abseilen mit einem Abseilgerät erlernen und üben. Da es am Samstagnachmittag dann doch sehr warm war, entschieden wir uns für eine Seilbahn in die nahe gelegene Blau. Das macht Spaß und kühlt beim Bremsen ab. Das Tragseil mussten wir selber mit einem aus Steigklemmen und Umlenkrollen zusammengesetzten Flaschenzug auf die nötige Spannung bringen. Und dann brauchte es immer ein kleines bisschen Überwindung, aber dann sauste wer wollte am Gurt baumelnd in das kühle Nass. - Das macht Spaß!
Zum krönenden Abschluss ging es am Sonntag wieder in unsere Haushöhle, das Banzenloch. Wir von der HöReJugend kennen das schon ein wenig, aber für unsere Gäste war alles neu: Sich durch Engstellen zu drücken, Nebengänge zu erkunden und auch im glatten Gelbgrau des Steins Zeugen eines vergangenen Riffes zu finden.
Bei Kaffee und Kuchen klang dann am Sonntagnachmittag ein schönes Wochenende zusammen mit den Eltern aus. Warum hat das Jahr 365 Tage? Wir kommen wieder, keine Frage!  

Axel Hommel

 

     
Bilder: A. Hommel

 

31.08.2013 Vereinsausflug

Unser diesjähriger Vereinsausflug führte uns diesmal in den Schwarzwald zu mehreren historischen Bergwerken. Das Bergbaugebiet Silbergründle befindet sich bei Seebach. Hier wurden von den freiwilligen Erzknappen, eine Interessengemeinschaft zur Instandsetzung / Erhaltung der historischen Bergwerke, ein paar wunderschöne Stollen ausgegraben und für den Besucherverkehr eingerichtet. Unser Mitglied Martin Groß, Leiter der Fachgruppe Bergwesen im Historischen Verein Mittelbaden e.V., hielt einen sehr interessanten Vortrag und führte uns zu den einzelnen Plätzen. Durch ihn durften wir auch in Bereiche, die für den Besucherverkehr offiziell nicht zugänglich sind.
Während am Nachmittag manche von uns sich in der Kletterkunst übten, konnten die Kleinen und Großen unter uns auf Mineraliensuche gehen. Der Eine oder Andere von uns hoffte wohl auf einen unerwarteten Silberfund, weswegen die Felsen auch mit schwerem Werkzeug bearbeitet wurden.  
Den Abschluss bildete dann ein gemeinsames Essen in einem örtlichen Steakhaus.
Danke an Martin, der uns so toll durch den Tag geführt hat! 

Axel Bystrzinski

 

     
     
     
     
Bilder: A. Bystrzinski

 

21.07.2013 Drittes Tauchertreffen

Das aktuelle Tauchertreffen zum Sommerferienbeginn wurde unter dem Motto "alles ab durch die Engstelle" gestartet.

So trafen sich insgesamt 4 mutige Taucher, die bei Temperaturen um die 30 Grad das kühle Nass der Schwäbischen Alb suchten. Trotz der mehr als intensiven Niederschlägen von Mai und Juni gab es in den letzten Wochen nicht ausreichend Regen, um in gewohnter Weise die Wulfbachquelle zu befahren. So wurden die Tauchstrecken von kraftraubenden Kletterstrecken unterbrochen, durch die dann die schwere Tauchausrüstung getragen werden musste. Jeder der teilnehmenden Taucher konnte sich dann davon überzeugen, ob er mit seiner Konfiguration durch die Engstelle, das sogenannte Ohropax, kommen würde.
Nachdem alle "Probanten" feststellten, dass die Ausrüstung passen würde, ging es wieder zurück zum Ausgang. Hier wurden sie von Hitze und jede Menge Mücken empfangen.

Das abschließende Nachbriefing fand dann in einer nahe gelegenen Gaststätte bei weiterhin bestem Wetter, kühlem Bier und Pizza statt.

Axel Bystrzinski

 

20.07.2013 Schulsanitätstag in Freiburg

Zum 150-jährigen Jubiläum des Deutschen Roten Kreuzes fand der 9. Schulsanitätstag am 20.7.13 in Freiburg auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände am Flückinger See statt. Die Höhlenrettung Baden-Württemberg hatte am Spielplatz verschiedene Stationen aufgebaut und zeigte dort ihre Ausrüstung. Mehrere hundert Schülerinnen und Schüler beteiligten sich begeistert an den aufgebauten Parcours. Für die Höhlenrettung waren dabei: Andrea Tiplic, Stefanie Bauer, Dominik Beschle, Tobias Boettcher, Joachim und Rafael Grimm, Bernd Hugger, Nico Munteanu und Sebastian Sterk.

Bernd Hugger

 

     
     
Bilder: B.Hugger

 

17.07.2013 Befahrung des Banzenlochs mit Mitgliedern der Jugendgruppe der Höhlenrettung Baden-Württemberg

Unsere Jugendgruppe befindet sich noch im Aufbau, weshalb die Beteiligung eher bescheiden war, obwohl immer mehr Kinder und Jugendliche Interesse an Höhlen und die Arbeit unserer Organisation finden.

Das Banzenloch ist eine leicht zu befahrene, jedoch richtige „wilde“ Höhle unweit von Blaustein und sehr geeignet, um Kindern einen Einblick in das unterirdische Reich der Schwäbischen Alb zu gewähren. Begleitet von Jugendleiter Axel Hommel und Pfadfinder Tommy konnten die Zöglinge entscheiden, in welche Richtung es ging, ohne die Engstellen zu scheuen. Mit dabei war auch Graham Nash, der sich anschließend im Gespräch mit Axel Hommel davon überzeugen konnte, dass die Weichen für die Jugendarbeit richtig gestellt sind.

Vom 6. bis zum 8.9.2013 findet das 1. HöReJugend-Camp statt. Im Rahmen der Blausteiner Kulturtage wird die HöRejugend auch vertreten sein.

Graham Nash

 

 
Bilder: G. Nash

 

07.07.2013 Cave-linktest

Gegen 10:30 versammeln sich ca. 15 Höhlenretter bei idealem Sommerwetter auf dem total zugeparkten Parkplatz bei der Falkensteiner Höhle. Zunächst weiß keiner so recht, was wann und wie getestet werden soll. Aber Chris hatte sich schon Gedanken gemacht: Er gibt eine sehr kurze Einführung in das Gerät, verteilt Blätter, auf denen die Sendeplätze und –zeiten stehen. Die Nichteinhaltung der letzteren hat bei vergangenen Tests (z.B. in der Blauhöhle) immer wieder zu Problemen geführt.
Ca. 11 Uhr startet dann der erste Trupp zu den Lehmwänden, etwas später folgt ein weiterer zur Reutlinger Halle.
Von den beiden Lokationen soll jeweils eine Verbindung zur Nachbarstation, aber auch zur Oberfläche und zum Parkplatz aufgebaut werden.
Tatsächlich klappt dann aber nur die Verbindung Lehmwände – Oberfläche. Die Distanz Lehmwände – Parkplatz ist offensichtlich zu groß. Der in der Reutlinger Halle verwendete schweizer Antennendraht war defekt, wie sich später herausstellte, so dass die Reutlinger Halle
leider weder senden noch empfangen konnte.
Das bei den Cave-Link Geräten verwendete zuverlässige Übertragungsverfahren und die notwendige eindeutige Adressierung der Geräte führen bei Nichterreichbarkeit eines Gerätes zu Komplikationen, so dass der Einsatz dieser Geräte viel sorgfältiger geplant werden muss als bei traditionellen Funkgeräten (wie z.B. das Ogofone).
Letzteres wurde im Laufe dieses Tages auch getestet:
Mit der großen Antenne unten und der kleinen an der Oberfläche ist die Sprachverständlichkeit am 1. Siphon gut, im Gegensatz zu früheren Versuchen mit kleinen Antennen an beide Stellen, wo die Sprachverständlichkeit „schlecht“ war.
Die richtige Positionierung der Antenne ist allerdings wichtig. Oben im Gras ca. 10 m östlich vom Ende der Baumreihe (wie immer) und unten auf der Schräge auf der westlichen Seite vor dem ersten Siphon ((nicht im Goldgräberstollen!!).
Ein netter „Abschlusshock“ in Hengen beschließt diesen Tag.

Michael Wasmund

 

     
     
Bilder: U. Fischer, D. Geil u. A. Bystrzinski

 

28.06.2013 Dauerregen im Todsburger Schacht

An diesem Tag schießt das Wasser aus dem Portal der Falkensteiner Höhle, der Elsachbröller läuft über. Kein Wunder nach dem Unwetter der vergangenen Tage. Wir, vier Mitglieder der HRBW: Axel Hommel, Paul Branescu, Graham Nash, sowie Dr. Axel Mahler, dessen Sohn Johannes mit von der Partie ist, finden im Todsburger Schacht kaum einen trockenen Platz, den es“ regnet“ überall stark von oben herab. Dünne und nicht so dünne Rinnsale fließen an den Wänden herunter, auch in meinen rechten Gummistiefel, als ich mich durch den engen Zugang zum Kameradenschacht zwinge.

In der Großen Halle ist die Pfütze an der tiefsten Stelle zu einem gewaltigen See angeschwollen, eine Besichtigung der Höhlenteile „am anderen Ufer“ ist ohne Neopren nicht möglich. Allerdings verleiht das viele Wasser den großen Bodentropfsteinen ein spektakuläres Aussehen, die riesigen Tropfen spritzen in alle Richtungen.

Nach 6 Stunden in der Höhle sind wir alle durchnässt, wenn nicht vom Wasser, dann vom Schwitzen.

Nach Erreichen des Parkplatzes – die Sonne macht einen tapferen Versuch, die tief hängenden Wolken zu durchbrechen – dürfen wir rumänischen Speck und andere Köstlichkeiten vespern, gespendet von Paul.

Es war schon ein Erlebnis und das Gute dabei: Seilen und Schlazen blieben der übliche rötliche Lehmüberzug erspart und können ohne Vorwäsche in die Waschmachine. Lediglich das Seil vom Eingang lag im Humus und sieht nun entsprechend aus. Na ja, ein bisschen schrubben gehört wohl zu einer zünftigen Höhlenbefahrung…

Graham Nash

 

28.04.2013 Schachtrettungstraining

Am Sonntag, den 28.04.13 wurde ein Schachtrettungstraining im Eichbergschacht durchgeführt.
Ziel war die Anwendung der zwei Wochen zuvor am Ausichsturm Käpfle angewendeten Flaschenzugsysteme mit Trage unter Tage. 12 Mitglieder und 3 Aspiranten kamen zusammen, um im 36 m tiefen Schacht zu üben.
An der Oberfläche wurde zwischen zwei Bäumen eine Seilbahn als Aufhängung für die bewegliche Umlenkrolle des Flaschenzuges installiert. Dafür mussten die Bäume erklettert werden, während von einem Teil der Gruppe der 36 m tiefe Schacht eingebaut wurde. In der Höhle wurde zur Vorbeugung gegen eine Unterkühlung ein Wärmezelt aufgebaut und Tee für die „Verunfallte“ gekocht. Dann wurde das Übungsopfer in die flexible React-Trage eingebunden und mit dem Flaschenzug an die Oberfläche gezogen. Die für die Zugmannschaft so wichtige Kommunikation fand mit Funkgeräten statt. Dabei wurde die Trage im Schacht von einem Kollegen begleitet und mit einem weiteren Seil gesichert. Über dem Eingang konnte die Trage bequem mittels Seilbahn horizontal weitergezogen und abgelegt werden.
Ein Training bei der Höhlenrettung B.W. unterscheidet sich von einer Übung dadurch, dass sich hier genügend Zeit genommen wird, damit auch neue Mitglieder z.B. einen Flaschenzug bauen können, während eine Übung eher einen Ernstfall simulieren soll, bei dem nach Möglichkeit zügig vorgegangen wird. Das Training hat bei guter Stimmung prima geklappt, wurde umfangreich fotografisch dokumentiert und hat allen Spaß gemacht.

Matthias Leyk

 

     
     
Bilder: M. Leyk u. J. Bartos

 

25.03.2013 Erste Hilfe Kurs

Am Sonntag fand auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr Reutlingen unser Erste Hilfe Kurs statt. Ziel war es, den Teilnehmern zu vermitteln, wie sie im Einsatzfall dem Verunfallten möglichst effizient helfen können.
Dazu wurden kleinere Wunden behandelt, Tragetechniken gelehrt und lebensrettende Sofortmaßnahmen gezeigt.
Ein Highlight war sicherlich der simulierte Autounfall, der sich auf dem Gelände der Feuerwehr ereignete. Hier mussten die Ersthelfer unter Beweis stellen, was sie zuvor im Lehrsaal gelernt hatten. Trotz des beginnenden mittels Rauchbombe dargestellten Brandes der beiden Autos konnte die Unfallstelle abgesichert werden und alle Verletzten aus der Gefahrenzone gebracht, sowie fachmännisch versorgt werden. Eine Person musste sogar reanimiert werden.
Weiter konnten sich die Aspiranten unter Beweis stellen, wie sie stark blutende Verletzungen verbinden, eine Cervicalstütze (Stiffneck) anlegen oder ein gebrochenes Bein ruhig stellen.
Sogar die Vorbereitung einer Spritze für den Arzt, wie auch der Einsatz eines Larynxtubus wurde gezeigt, was allen Anwesenden augenscheinlich Spaß machte.
Abschließend wurde noch das Depot besucht und in gemütlicher Runde etwas gegessen und getrunken.
Rundum eine klasse Veranstaltung, die allen viel Spaß gemacht hat. Dank an Martin Junginger, der uns so toll durch den Tag geführt hat.

Axel Bystrzinski

 

     
     
     
     
     
Bilder: A. Bystrzinski

 

22.03.2013 Ehrung Wolfgang Morlock

Wolfgang Morlock, ehemaliger erster Vorsitzender und Gründungsvater der Höhlenrettung Baden-Württemberg, wurde anlässlich des Freiberger Bürgertages im festlichen Rahmen mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Seine langjährige Aktivität im Verein und die Dienste zum Allgemeinwohl waren die Gründe, die hierzu führten. Selbstverständlich wurde die Höhlenrettung Baden-Württemberg durch den erweiterten Vorstand vertreten.
Nach der Ehrung gab es noch die Möglichkeit etwas zu essen und zu trinken und sich mit den anderen Gästen auszutauschen.

Axel Bystrzinski

 

 
 
 
Bilder: A. Bystrzinski

 

16.03.2013 Einsatz- u. Alarmleitertreffen

In regelmäßigen Abständen treffen sich die Einsatz- und Alarmleiter der Höhlenrettung Baden-Württemberg, um wichtige Neuerungen und die Qualifikation der Mitglieder durchzugehen. Weitere Themen sind Depotmaterial, die Überarbeitung oder Ergänzung des Einsatzleitfadens und diverse andere Themen rund um die Belange der Einsatzleitung.
Auch an diesem Tag waren die Themen wieder einmal sehr interessant und zeigten, wie wichtig es ist, dass nicht nur die aktiven Retter, sondern auch die "Führungskräfte" sich den ständig ändernden techn. Herausforderungen stellen und ihre Kenntnisse immer wieder auffrischen müssen. So wurden neben Einsatz des Groupalarms auch der Einsatz der unterschiedlichen Tragen und des Cave-links praxisnah geübt.
Zum Schluss konnten wir uns vom gut geführten Depot und die Dokumentation überzeugen.
Das Treffen fand auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr in Reutlingen statt.

Axel Bystrzinski

 

 
 
Bilder: A. Bystrzinski

 

24.02.2013 Jahreshauptversammlung

Am 24. Februar trafen wir uns zur diesjährigen Mitgliederversammlung in Hengen. Trotz Schneefall und nicht gerade tollen Straßenverhältnisse auf der Alb fanden sich doch einige unserer Mitglieder ein.
Nach der obligatorischen Berichterstattung aus den einzelnen Ämtern im Vorstand wurden langjährige Mitglieder geehrt. Darauf wurde der neue Vorstand gewählt und die Satzungsänderungen beschlossen.
Weitere Punkte waren dann noch die Neuregelung des Aktivstatus, sowie Fragen zur Gewinnung von Nachwuchs.
Abschließend gab es noch einen kurzen Vortrag über die Verwendung von Explosivstoffen bei Engstellenerweiterungen und die gesetzlichen Hintergründe hierzu. Eine Video- und Diapräsentation rundete dann die Veranstaltung ab. Insgesamt verlief sie sehr harmonisch und viele nutzten die Gelegenheit, um wieder einmal Erfahrungen und Neuigkeiten mit den Kollegen auszutauschen.

Axel Bystrzinski

 

 
Bilder: A. Bystrzinski