Aktuelles

 

 

28.12.2011 Silvesterschwimmen in Konstanz

Beim traditionellen Jahresabschluss der DLRG Konstanz nahm wieder eine Gruppe der Höhlenrettung Baden-Württemberg am Silvesterschwimmen teil.
Die äußeren Bedingungen waren hervorragend, das aufgebaute Floß mit wunderschönem und viel gelobtem Feuerwerk ein toller Erfolg.
Der Bodensee hatte diesmal mehr Wasser, so ging das Schwimmen mit dem Floß leichter.
Für die Höhlenrettung waren Aaron, Bernd und Rafael im Wasser.

Bernd Hugger

 

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Bilder: R. Grimm, B. Hugger
Und wer möchte kann sich hier einen Film von Rafael Grimm darüber ansehen ...
FILM.WMV

 

06.11.2011 Befahrung Hessenhauhöhle

Auf Einladung der Arge Blaukarst war es einer Gruppe von Mitgliedern der HRBW erlaubt eine Befahrung der Hessenhauhöhle aus rettungstechnischer Sicht zu unternehmen:

Einstieg kurz nach 11 Uhr. Mit der großen Gruppe dauert es lange bis wir unten sind. Außerdem wird fast jede Engstelle und Schacht videografiert und das dauert extra. Nach 1,5 Std. hat die lange Karawane die Schachtstrecke hinter sich und windet sich durch die Mäander der Plätscherklamm. Im Rauschtunnel kommt Stimmung auf und an der Nordblau sind alle voller Begeisterung für diese phantastische Höhle.
Zuerst geht es zum Säulensiphon. Danach beginnt ein Teil der Gruppe schon mit dem Aufstieg, der andere Teil geht durch den riesigen Höhlengang an vielen Speleothemen vorbei zum Suppinger Siphon. Gerald und Matthias können dort bei der guten Sicht nicht wiederstehen und tauchen mit Franks PTG hindurch.
Der Rückweg geht dann ohne Filmerei schneller als der Hinweg. Die Engstellen sind lästig, der Aufstieg durch den Blinddarm kein Problem und um ca.18:30 Uhr sind alle wieder draußen.
Nach der Befahrung steht fest, dass auf Grund der sehr außergewöhnlichen Gegebenheiten in dieser Höhle nichts passieren darf, was einen Höhlenrettungseinsatz nötig machen würde. Deshalb empfehlen wir die perfekte Ausstattung des Biwaks und ein genaues Einmessen des höchsten Punktes im Toten Gebirge, um an dieser Stelle im Ernstfall möglichst schnell eine Rettungsbohrung durchführen zu können, da die horizontalen Verwinkelungen im Plätscherklamm eine Rettung nahezu unmöglich machen.

Die Gäste der Höhlenrettung Baden-Württemberg bedanken sich bei der Arge Blaukasrt für die freundliche Einladung zu dieser Befahrung.

Matthias Leyk

 

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Bilder: M. Leyk, mit Genehmigung der Arge Blaukarst

 

16.10.2011 Ausbildung Kameradenrettung

Übung macht den Meister! Und was macht man in der Fledermausschutzzeit - natürlich nicht auf der faulen Haut liegen - sondern üben. Die Kameradenrettung dient dazu einen Kameraden aus dem Seil zu holen, bevor dieser ein Hängetrauma erleidet. Das Hängetrauma ist ein lebensbedrohlicher Schockzustand, verursacht durch langes Hängen in einem Sitzgurt. Hierbei kommt es zu einem Versacken des Blutes und in Folge zu einer Mangelversorgung des Gehirnes mit Sauerstoff. Hängetraumata können bereits nach wenigen Minuten auftreten, spätestens jedoch nach etwa 25 - 30 Minuten. Jeder Höhlengänger sollte also in der Lage sein, den Kameraden aus dem Seil zu retten. Die unterschiedlichen Methoden hierfür konnten wir an einem wunderschönen Oktobertag am Käpfle üben. Weitere Highlights waren dann noch die Vorstellung eines neuartigen Zugsystems, dass selbst bedient werden kann, sowie die Basics für die anwesenden Gäste und diejenigen von uns, die auch das nochmals üben wollten.

Matthias Leyk

Bilder: A. Bystrzinski u. M. Leyk

 

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17.09.2011 Rettungsübung

Die Alarmierung erfolgte am Vorabend mit Group-Alarm per SMS. Das Übungs-Szenario: Ein Höhlenforscher ist beim Erklettern eines Schlotes abgestürzt. Der Fußpunkt des Schlotes liegt hinter einer Engstelle am Ende des Horizontalteils. Der Vorstoßtrupp fand das Opfer schnell, der Kommunikationstrupp folgte nach, ausgestattet mit brandneuen CaveLink-Geräten, die sich auf Anhieb bewährten. Ein Arzt wurde angefordert. Der untersuchte den Verletzten, diagnostizierte einen Oberschenkelbruch. Das Bein wurde geschient und das Opfer in eine flexible Trage verpackt. Zwei Retter „opferten“ sich als „Unterlage“ in dem schlammigen Schluf, so dass über sie die Trage hochkant durchgezogen werden konnte. Der restliche Transport über einen See, die Versturzhalde hinauf und wieder hinunter, dann den niedrigen Gang hinaus, war problemlos. So konnten wir schon um 15:00 mit der gemeinschaftlichen Reinigung des Depotmaterials beginnen, während gleichzeitig der Grill vorbereitet wurde. Eine Manöverkritik mit anschließendem gemütlichem Beisammensein (soweit im Dauerregen möglich) beendete diese bemerkenswerte Übung. Bemerkenswert deshalb, weil sie uns zeigte, dass wir trotz der Wirren des ersten Halbjahres voll einsatzfähig sind und – im wahrsten Sinne des Wortes – „an einem Strang ziehen können“ (siehe drittes Bild).

Michael Wasmund

 

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Bilder: M. Leyk u. W. Strittmatter

 

24.09.2011 Höhlenretter warnen vor erhöhten CO2-Werten

Bei einem Besuch am 24.09.2011 der Grotte Fourbanne im Dep. Doubs wurden im hinteren und tiefer liegenden Bereich der Höhle erhöhte CO2 Werte festgestellt. Der Kohlendioxidgehalt in diesem Höhlenabschnitt lag bei ca. 5 %. Dies konnte auf Grund der Symptome wie starke Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, der gestiegenen Herzfrequenz und stärkerem Schweißbildung ermittelt werden. Vermutlich lag die CO2 Ansammlung an der zurzeit herrschenden Wetterlage und der Jahreszeit. Durch den Wechsel der Luftbewegung vom Sommer- auf das Winterklima ist der Luftzug, der das schädliche Kohlendioxid, mit nach draußen nehmen kann, im hinteren Bereich der Höhle zum Erliegen gekommen. In einigen Tagen/Wochen dürfte sich die CO2 Konzentration wieder auf eine relativ normale Konzentration gesenkt haben. 
 
Einer Gruppe von jungen Höhlengängern konnte auf die Situation in der Höhle hingewiesen werden. Der Lehrer bedankte sich für diese Information und versprach, mit seiner Gruppe den hinteren Teil der Höhle nicht zu befahren und die Information weiterzureichen.

Michael Hottinger

 

14.09.2011 Alarmierung

bei einem EL der Höhlenrettung Baden-Württemberg ging am 14.09.11 um 21:50 Uhr eine Vermisstenmeldung der Leitstelle Esslingen ein:
„Zwei Personen haben ihre Alarmzeit (21:30) überschritten. Sie sind mutmaßlich mit Neoprenanzügen im Raum Grabenstetten unterwegs. Weiteres unbekannt.“
Rückfragen des ELs der HöRe BW bei der Alarmgeberin, einer Freundin einer Vermissten, ergaben leider nichts Genaues. Weder Ausrüstung, Erfahrungshintergrund, PKW-Kennzeichen etc. waren bekannt.
Mit der Leitstelle wurde vereinbart, dass eine Polizeistreife am Parkplatz bei der Falkensteiner Höhle vorbei fährt, um zu prüfen, ob sich dort ein herrenloses Fahrzeug befindet.
In der Zwischenzeit wurden die Kräfte der Höhlenrettung BW über GroupAlarm in Bereitschaft versetzt.
Noch bevor eine Rückmeldung der Polizei über die Situation am Parkplatz erfolgte meldete sich die Alarmgeberin bei der Einsatzleitung und teilte mit, dass die Vermissten sich gemeldet hätten und nicht in einer Höhle gewesen wären.
Daraufhin wurde die Bereitstellung der Höhlenretter aufgehoben. Aufgrund der kurzen Alarmierungsdauer kam es nicht mehr zur geplanten Information der Malteser Höhlenrettung.
Dieser Fehlalarm zeigt einmal mehr, wie wichtig eine rechtzeitige Rückmeldung und die genaue Information der Vertrauensperson bei der Abmachung einer Alarmzeit ist.
 
Dank den Mitgliedern für ihre Rückmeldungen & Einsatzbereitschaft!

Matthias Leyk, Einsatzleiter

 

26. - 28.08.2011 Vereinsausflug in den Chiemgau

Unsere diesjährige Vereinsausfahrt führte uns in den Chiemgau auf die Riesenhütte. Nachdem sich am Freitagnachmittag die Angemeldeten am Treffpunkt versammelt hatten, ging es bei bestem Wetter den ca. 9 km langen, beschwerlichen Weg hinauf zur Riesenhütte. Überschattet wurde der Aufstieg durch die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes, der schwere Regenfälle, Gewitter und Orkan für den Bereich Chiemgau angekündigt hatte. Wider erwarten konnten wir bis spät in die Nacht draußen vor der Hütte sitzen, bis uns dann der Generator für die Beleuchtung abgeschaltet wurde. Nachts kam der angesagte Orkan dann doch noch und bescherte uns einen etwas windigen und vernebelten Samstag. Dieser wurde dann von ein paar Hartgesottenen genutzt, um der Schlüssellochhöhle beim Laubenstein einen Besuch abzustatten. Abends konnten wir uns dann bei einem deftigen Schweinebraten und Bier von den Strapazen erholen. Bei bestem Wetter ging es dann am frühen Sonntagmorgen zur kleinen und großen Riesenhöhle. Der anschließende Abstieg zum Wanderparkplatz wurde uns noch durch einen Stopp auf der Frasdorfer Hütte versüßt. Obwohl die Kleinsten unter uns sicherlich mit dem langen Auf- und Abstieg zu kämpfen hatten, so wurde von allen beteiligten bestätigt, dass dieses Wochenende harmonisch und klasse gewesen ist und unbedingt wiederholt werden muss.

Axel Bystrzinski

 

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Bilder: A. Schlierer u. A.Bystrzinski

 

23.07.2011 Schulsanitätstag

Am 23.7.2011 fand der Schulsanitätstag erstmals in der Grund- und Hauptschule Reichenau statt. Neben vielen anderen Hilfsorganisationen wie THW, Feuerwehr, Höhenrettung, Hundestaffel, Bergwacht, DRK war dieses Jahr auch wieder die Höhlenrettung vertreten, verstärkt durch einige externe Freunde, Sebastian Sterk, Aaron Richmond und Joachim Grimm, die sich kurzzeitig bereit erklärt hatten mitzuhelfen. Der Aufbau erfolgte bereits am Freitag durch Rainer Friedrich, Sebastian und Rafael. Neben dem altbewährten Tunnel, durch den die Teilnehmer kriechen und Material transportieren mussten wurde erstmals eine neue Idee verwirklicht. Die Idee war das Gefühl eines Höhlentauchers zu vermitteln, der sich bei Nullsicht durch ein labyrinthisches System entlang einer Führungsleine tasten muss um eine vermisste Person zu finden. Dazu wurde der folgende Parkours aufgebaut, mit Folie abgedeckt, und von Aaron betreut. Den Teilnehmern wurden die Augen verbunden, dann mussten sie sich entlang der Führungsleine durchkämpfen. Die Aufgabe war erfüllt, wenn sie zum Ausgang zurück gefunden hatten.

Rafael Grimm

 

Bilder: R. Grimm