Höhlenunfälle

 

Unfall im Sirchinger Schacht
Am 28.04.2010 wurde die Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. auf Anforderung der Bergwacht Bad Urach durch die Leitstellen Esslingen und Reutlingen zu einem Einsatz im Sirchinger Schacht II gerufen.
Ein Kind war über mehrere Schachtstufen 20 m in die Tiefe gestürzt. Die Bergwacht, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst befanden sich bei Eintreffen der Höhlenrettung bereits vor Ort. Mitglieder der HRBW unterstützen die Kameraden der Bergwacht bei der Rettung. Der Junge wurde auf Grund der vermuteten Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen. Nach Abschluss der Rettungsaktion wurden weitere, auf Anfahrt befindliche Mitglieder entwarnt.
Einige Tage später wurde die Höhle durch Mitglieder der Höhlenrettung noch einmal befahren und der Unfallort von in Eile zurückgelassenen Gegenständen gesäubert.
Wir bedanken uns bei der Feuerwehr Reutlingen für den schnellen und reibungslosen Transport unseres Rettungsmaterials, sowie bei allen beteiligten Rettungskräften für die gute Zusammenarbeit.

 

Vermisste Person im Elsachbröller

Am 14.09.2009 wurde die Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. um 19.30 durch die Rettungsleitstelle Reutlingen zum Einsatz gebracht.
Nach Aussage der Polizei hätte die vermisste Person einen Suizid angekündigt. Da der PKW des Vermissten am Parkplatz der Falkensteiner Höhle gefunden wurde und bekannt war, dass die betroffene Person schon einmal bis zum Eiseleversturz in die Falkensteiner Höhle vorgedrungen war, wurden Bergwacht , Rettungsdienst und Höhlenrettung mit hinzugezogen und die Suche auch auf die Umgebung der Falkensteiner Höhle erweitert.
Beim Eintreffen der Höhlenrettung war bereits eine große Anzahl der informierten Rettungsdienste vor Ort. Eine Hundestaffel suchte zu diesem Zeitpunkt bereits die Umgebung ab. Die Höhlenrettung war mit 20 Rettern im Einsatz, weitere Retter waren auf Abruf bereit. Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden konnte, wie sich die Aktion entwickelt, wurden auch die Kollegen der Malteser Höhlenrettung informiert. Sie hielten sich auf Abruf bereit.
Während des insgesamt fast 24-stündigen Einsatzes wurden etwa 3,5 km Höhlengänge durchsucht. Durch unsere Höhlenretter wurden ebenfalls die vorderen Bereiche des Elsachbröllers abgesucht.
Um 12.30 des 15.09.2009 wurde die Suche in der Falkensteiner Höhle abgebrochen und sollte auf weitere Höhlen in der Umgebung erweitert werden. Zu diesem Zeitpunkt wurde die vermisste Person schwer verletzt in einer zum Teil zugemauerten Felsnische durch die Bergwacht am Steilhang gefunden. Die Versorgung wurde durch Bergwacht, Höhlenrettung und Rettungsdienst durchgeführt. Nachdem die Person durch die Bergwacht ins Tal gebracht worden war, konnte sie vom Rettungsdienst abtransportiert werden.
Die Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. bedankt sich bei allen beteiligten Kräften für die gute Zusammenarbeit.   

 

Taucher im Büchelbrunner Bröller vermisst
Am 09.08.2009 um 14.45 Uhr wurde die Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. durch die Rettungsleitstelle Reutlingen alarmiert. In einer Höhle in der Nähe der Falkensteiner Höhle werde ein Taucher vermisst. Nach weiteren Rückfragen stellte man fest, dass sich der Taucher im Büchelbrunner Bröller befinde. Nach längerer Abwesenheit des Vermissten, hatte sein Tauchkamerad die Rettungsleitstelle alarmiert. Beim Eintreffen des Einsatzleiters der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. waren bereits Bergwacht und Rettungsdienst vor Ort. Kurz nach dessen Eintreffen konnte der Taucher aus eigener Kraft die Höhle verlassen. Die Rückkehr hatte sich auf Grund der starken Eintrübung des Siphons verzögert. Um 15.18 Uhr wurde der Einsatz durch die Rettungsleitstelle aufgehoben, die auf der Anfahrt befindlichen Mitglieder der Höhlenrettung wurden zurückgerufen.